Abluft
Führt warme und feuchte Luft kontrolliert aus einem Innenraum ab. Zuluft ersetzt die abgeführte Luft. Eine passende Abluft hilft, Temperatur und Feuchte stabiler zu halten.
Wo zu finden: Im oberen Bereich eines geschlossenen Anbauraums
Von der Wurzel bis zum Trichom: Entdecke wichtige Pflanzenteile, ihre Position und Begriffe, die dir beim Lesen über den Anbau immer wieder begegnen.
Pflanzenkarte
Die erste Illustration zeigt den Aufbau einer blühenden weiblichen Cannabispflanze. In der zweiten Ansicht kannst du einen Bud mit Zuckerblättern, Narben und Drüsentrichomen aus der Nähe betrachten.
Gesamtansicht

Makroansicht

27 Begriffe gefunden
Führt warme und feuchte Luft kontrolliert aus einem Innenraum ab. Zuluft ersetzt die abgeführte Luft. Eine passende Abluft hilft, Temperatur und Feuchte stabiler zu halten.
Wo zu finden: Im oberen Bereich eines geschlossenen Anbauraums
Auch: Triebspitze, Sprossmeristem
Teilungsaktives Gewebe, aus dem neue Blätter, Knoten und Triebe entstehen. Während der Blüte entwickeln sich an den Triebspitzen die oberen Blütenstände.
Wo zu finden: An der Spitze des Haupttriebs und der Seitentriebe
Auch: Einzelblüte
Die einzelne weibliche Cannabisblüte ist sehr klein. Sie enthält unter anderem den Fruchtknoten und das Pistill und wird von einem harzreichen Hüllblatt umschlossen.
Wo zu finden: Innerhalb eines Blütenstands, meist an Knoten und Triebspitzen
Auch: Bud, Flower
Eine dichte Gruppe vieler kleiner weiblicher Blüten mit Hüllblättern und kleinen Blättern. Im Alltag wird der gesamte Blütenstand meist als Bud oder Blüte bezeichnet.
Wo zu finden: An Knoten sowie an den Enden von Haupt- und Seitentrieben
Auch: Tragblatt, Hüllblatt, im Grow-Sprachgebrauch oft „Calyx“
Ein kleines, blattähnliches Organ, das die weibliche Blüte umgibt. Auf diesen Hüllblättern sitzen besonders viele Drüsentrichome. Der häufig verwendete Begriff „Calyx“ bezeichnet botanisch nicht exakt dasselbe.
Wo zu finden: Direkt um die einzelne weibliche Blüte und ihren Fruchtknoten
Auch: zum Beispiel THC und CBD
Eine Gruppe pflanzlicher Inhaltsstoffe. Ihre Zusammensetzung hängt unter anderem von Genetik, Pflanzenentwicklung und Umwelt ab. Ein sichtbarer Harzbesatz erlaubt keine genaue Aussage über einzelne Gehalte.
Wo zu finden: Vor allem im Sekret glandulärer Trichome
Auch: Hauptblüte, Top-Bud
Grow-Begriff für einen größeren, zusammenhängenden oberen Blütenstand. Eine Pflanze kann neben der Hauptcola mehrere kleinere Colas an Seitentrieben bilden.
Wo zu finden: An der Spitze des Haupttriebs oder eines kräftigen Seitentriebs
Auch: Aushärten, Nachreifung, Reifung
Kontrollierte Phase nach der Trocknung, in der sich die verbleibende Feuchtigkeit innerhalb der Blüten gleichmäßiger verteilt. Behälter, Geruch und Konsistenz werden regelmäßig geprüft. Curing ersetzt keine ausreichende Trocknung und macht verschimmeltes Material nicht sicher.
Wo zu finden: Nach der Trocknung in einem geeigneten Lagerbehälter
Auch: Daily Light Integral, tägliche Lichtmenge
Beschreibt die über einen ganzen Tag empfangene Menge photosynthetisch nutzbaren Lichts. DLI verbindet Lichtintensität und Beleuchtungsdauer.
Auch: elektrische Leitfähigkeit
Messwert für die Leitfähigkeit einer Lösung und damit eine indirekte Orientierung für gelöste Salze. Der Wert ist nur zusammen mit Wasserqualität, Anbaumethode und Pflanzenreaktion sinnvoll.
Auch: Fan Leaf
Großes, lang gestieltes Blatt mit mehreren gezackten Blattfingern. Fächerblätter leisten einen wichtigen Beitrag zur Photosynthese und zeigen häufig früh sichtbare Stressreaktionen.
Wo zu finden: Entlang des Hauptstamms und der Seitentriebe
Auch: Ovar
Unterer Teil des Pistills, der die Samenanlage enthält. Nach erfolgreicher Bestäubung kann sich daraus eine Frucht mit Samen entwickeln.
Wo zu finden: Im Inneren der weiblichen Einzelblüte
Auch: Internodium, Zwischenknotenstück
Der Abstand zwischen zwei aufeinanderfolgenden Knoten. Seine Länge wird von Genetik, Entwicklungsphase, Licht und weiteren Umweltbedingungen beeinflusst.
Wo zu finden: Stammabschnitt zwischen zwei Nodien
Auch: Kotyledonen
Im Samen angelegte Blätter, die den Keimling zu Beginn versorgen. Sie sehen glatter und einfacher aus als die später folgenden gezackten Laubblätter.
Wo zu finden: Als erstes rundliches Blattpaar am jungen Keimling
Auch: Stigma; sichtbare „Blütenhaare“
Pollenaufnehmender Teil des Pistills. Die fadenförmigen Narbenäste sind anfangs häufig hell und verändern mit der Entwicklung ihre Farbe. Umgangssprachlich werden sie oft ungenau als Pistillen bezeichnet.
Wo zu finden: Ragt paarweise aus der weiblichen Einzelblüte heraus
Auch: Knoten, Node
Stelle am Spross, an der Blätter und neue Seitentriebe entstehen. Später können sich dort auch Vorblüten und Blütenstände entwickeln.
Wo zu finden: Verbindungspunkt von Stamm, Blattstiel und Seitentrieb
Beschreibt, wie sauer oder basisch eine Lösung ist. Er beeinflusst die Verfügbarkeit von Nährstoffen, muss aber passend zur Anbaumethode und mit einem kalibrierten Gerät bewertet werden.
Auch: weibliches Blütenorgan
Das gesamte weibliche Fortpflanzungsorgan aus Fruchtknoten, Griffelbereich und Narben. Sichtbar aus der Blüte heraus ragen vor allem die beiden Narbenäste.
Wo zu finden: Im Inneren der weiblichen Einzelblüte
Auch: photosynthetische Photonenflussdichte
Gibt an, wie viele photosynthetisch nutzbare Photonen pro Sekunde auf einer Fläche eintreffen. Ein PPFD-Wert gilt nur am jeweiligen Messpunkt.
Auch: Ast, Seitenast
Seitliche Sprossachse mit eigenen Blättern, Knoten und Triebspitzen. Kräftige Seitentriebe können später eigene Colas tragen.
Wo zu finden: Entspringt an einer Nodie seitlich aus dem Hauptstamm
Auch: Haupttrieb, Sprossachse
Trägt Blätter und Seitentriebe und verbindet die oberirdischen Pflanzenteile mit den Wurzeln. In seinen Leitgeweben werden Wasser, Mineralstoffe und Assimilate transportiert.
Wo zu finden: Zentrale Achse zwischen Wurzeln und Triebspitze
Auch: Wurzelmedium
Material, in dem die Wurzeln wachsen – beispielsweise Erde oder Kokos. Struktur, Wasserspeicherung, Luftanteil und Nährstoffgehalt beeinflussen den Gieß- und Pflegebedarf.
Wo zu finden: Im Topf oder Beet rund um die Wurzeln
Flüchtige Aromastoffe, die unter anderem zu zitrischen, erdigen, fruchtigen oder harzigen Geruchsprofilen beitragen. Geruch allein erlaubt keine zuverlässige Vorhersage der Wirkung.
Wo zu finden: Vor allem im Sekret glandulärer Trichome
Auch: Pflanzenhaare, Harzdrüsen bei glandulären Formen
Feine Auswüchse der Pflanzenoberfläche. Glanduläre Trichome besitzen Drüsenköpfe, in denen Sekrete mit Cannabinoiden und Terpenen gebildet und gespeichert werden. Daneben gibt es nichtdrüsige Trichome.
Wo zu finden: Besonders dicht auf Hüllblättern, Blüten und Zuckerblättern
Auch: Vapor Pressure Deficit, Dampfdruckdefizit
Orientierungswert, der Temperatur und Feuchte gemeinsam betrachtet. Er beschreibt vereinfacht das Trocknungspotenzial der Luft, ersetzt aber nicht die Beobachtung von Blattklima und Pflanzenreaktion.
Verankern die Pflanze und nehmen Wasser sowie gelöste Mineralstoffe auf. Ein luftreicher, weder dauerhaft nasser noch vollständig ausgetrockneter Wurzelraum unterstützt ihre Funktion.
Wo zu finden: Unterhalb des Substrats
Auch: Sugar Leaf
Kleines Blatt innerhalb oder unmittelbar an einem Bud. Der dichte Trichombesatz kann wie eine Zuckerschicht wirken und erklärt den gebräuchlichen Namen.
Wo zu finden: Ragt direkt aus einem Blütenstand heraus
Die Erklärungen und die schematische Grafik orientieren sich an botanischen Beschreibungen der weiblichen Cannabisblüte und ihrer Drüsentrichome. Vertiefende Quellen: Frontiers in Plant Science und University of Nevada Extension.